Sie halten die Konzeption der evangelischen Kindertagesstätte Bunte Arche in Händen. Als Teil der gemeindlichen Arbeit der Kirchengemeinde Jevenstedt erhält die Einrichtung ihr besonderes Profil. Grundlage allen Arbeitens ist das christliche Menschenbild, das jeden und jede - egal wie klein - als eigene Persönlichkeit wahrnimmt, die von Gott geliebt wird. In unserer Einrichtung versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwas von dieser Liebe Gottes zu jedem Menschen - egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, welcher Religion - spürbar werden zu laßen durch einen liebevollen und wertsch&aumi;tzenden Umgang mit jedem Kind. Darum ist es für uns selbstverständlich, daß unsere Kindertageßtätte Kindern aller Religionen offen steht.
Des Weiteren orientiert sich unsere Einrichtung an den Bildungsleitlinien des Landes Schleswig-Holstein. Wie diese in der täglichen Arbeit ihre Umsetzung finden, können Sie auf den folgenden Seiten lesen. Wichtig bleibt dem evangelischen Träger sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, daß Bildung nicht mit Wissensvermittlung verwechselt wird, sondern dass Bildung in erster Linie als Selbstbildung wahr- und ernst genommen wird. Denn wenn das Moment der Selbstbildung ausfällt, kommt es statt der erstrebenswerten innengeleiteten zu einer im wesentlichen außengeleiteten Lebensführung. Wir wollen den Kindern, die uns anvertraut werden, helfen, in unserer komplizierter werdenden Welt Fähigkeiten zu entwickeln, selbständig zu entscheiden. Dafür Grundlagen auszubilden ist uns ein Anliegen. Geleitet werden wir dabei von der überzeugung, dass Kinder sich am ehesten auf Entdeckungsreise in den verschiedenen Bildungsbereichen begeben, wenn wir Erwachsenen Neugier vorleben und Sicherheit bieten. Denn nur wenn ein Kind sich sicher und geborgen fühlt, kann es auf Entdeckungsreise gehen, hat es Kraft und Selbstvertrauen genug, sich der Welt zuzuwenden. Jedem Kind dabei zu helfen, die Schöpfung Gottes mit allen Sinnen zu entdecken und sie sich als den eigenen Lebensraum zu erschließn und zu erobern, ist unser Ziel.
Unser Ziel auf den folgenden Seiten ist es, Ihnen einen tieferen Einblick in die Arbeit unserer Einrichtung zu geben. Lesen Sie, wie unser Bild vom Menschen in der Praxis Relevanz bekommt.
Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen
Pastorin Janina Boysen
Wir erfüllen in unserer Arbeit den durch den Gesetzgeber vorgegebenen Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsauftrag des Kindertagesstättengesetzes.
Dem Betreuungsauftrag werden wir gerecht, indem wir den Kindern einen beschützten Rahmen bieten, der geprägt ist durch einen liebevollen, zugewandten und vertrauensvollen Umgang mit ihnen. Wir bieten den Kindern Geborgenheit und gehen auf die körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnisse ein. Die Kinder bekommen Schutz und Begleitung.
Den Erziehungsauftrag erfüllen wir, indem wir die Kinder in ihrer sozialen Kompetenz stärken. Die Kinder lernen in der Gruppe zu leben, sie lernen Grenzen zu erkennen, vorgegebene Regeln einzuhalten und den selbstbewussten Umgang mit Konfliktsituationen. Durch sich wiederholende Rituale bieten wir den Kindern Orientierung und so die Möglichkeit, eine innere Stabilität zu entwickeln. Wir richten uns nach den Bedürfnissen der Kinder, d.h. die Sorgen, Interessen, Ängste, Wünsche und Anregungen werden wahrgenommen und entsprechend in das pädagogische Vorgehen integriert.
Um den Bildungsauftrag zu erfüllen, orientieren wir uns an den Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertagesstätten des Landes Schleswig-Holstein. Grundlage ist das Wissen um das natürliche Bedürfnis der Kinder, ihre Umwelt zu erkunden, sie zu verstehen und mitzugestalten. Wir schaffen für die Kinder eine Umgebung, in der ihre Neugier angeregt und gestärkt wird. Durch gezielte Angebote wird die Ich-Kompetenz der Kinder gefördert. Sie haben die Möglichkeit, ihre Sprach- und Ausdrucksfähigkeit sowie ihre motorischen Fähigkeiten zu erweitern. Sie bekommen Lust aufs Zuhören und Erzählen, sie erleben Spaß an Musik und Bewegung. Sie lernen, sich sowohl mit technischen und naturwißenschaftlichen als auch mit philosophisch / religiösen Themen spielerisch auseinander zu setzen. Um den gemeinsamen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag zu erfüllen, arbeiten wir eng mit den Eltern zusammen und streben eine kooperative Zusammenarbeit mit der Schule an.
Jevenstedt ist ein weit verzweigter, ländlicher Ort, der durch umfangreiche Neubaugebiete wächst. Die Kindertagesstätte Bunte Arche liegt in der Nähe des Dorfkerns. In unmittelbarer Nachbarschaft der Einrichtung befinden sich die Schule, der Schulwald, die Sportanlagen, der AWO-Kindergarten Lummerland und das Freibad.
Die Kinder kommen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder werden von den Eltern mit dem Auto gebracht.
Im Ort gibt es u.a. Lebensmittelgeschäfte, einen Bäcker, Ärzte, eine Apotheke, Banken, die Polizei und die Feuerwehr. Wir besuchen diese Einrichtungen immer wieder gemeinsam mit den Kindern, um ihnen die Möglichkeit zu geben, auch diese Lebensbereiche kennen zu lernen. An vielen Veranstaltungen, die das Dorf bietet, sowie am kirchlichen Leben (wie z.B. Weihnachtsmarkt, Gottesdienste) beteiligen sich die KollegInnen mit Kindern und deren Eltern. Es gibt häufig Kontakte und Freundschaften zwischen den einzelnen Familien, so dass viele Kinder auch außerhalb der Kindergartenzeit miteinander spielen.
Der Kindergarten wurde 1973 erbaut und durch zwei Anbauten erweitert. Es gibt vier Gruppenräume mit dazugehörigen Waschräumen und Garderoben. In drei Gruppen sind jeweils Hochebenen erbaut worden. Die Flurbereiche werden auch zum Spielen genutzt. Außerdem befinden sich in dem Gebäude ein Büro, ein MitarbeiterInnenzimmer, eine Küche und ein Raum, der als Lernwerkstatt genutzt wird. Ein kleiner Raum ist vom Flur abgeteilt, hierher können sich einzelne Kinder zurückziehen, allein oder mit ein oder zwei Kindern spielen. Zum Kindergarten gehört ein kleines Holzhaus, in dem gewerkelt werden kann.
Auf dem Außengelände befinden sich neben traditionellen Spielgeräten (Schaukeln, Klettergerüst, Rutsche, Sandkiste etc.) auch ein Spielhaus zur Aufbewahrung von Spielzeug und eine Feuerstelle.
Im Kindergarten Bunte Arche werden in vier Gruppen, von montags bis freitags, ca. 80 Kinder von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr betreut. Es besteht die Möglichkeit, die Frühbetreuung und/oder die Spätbetreuung zu nutzen (von 7.30 Uhr bis 8.00 Uhr bzw. von 12.00 Uhr bis 13.00 Uhr). Die Früh- und Spätbetreuung kann auch kurzfristig gebucht werden.
In den Sommerferien ist der Kindergarten drei Wochen geschlossen. Eine Notbetreuung wird gemeinsam mit dem benachbarten Kindergarten der AWO angeboten.
Vor Gott sind alle Menschen gleich. Jeder Mensch ist einzigartig
Ziel ist es, den Kindern ein Gespür für die Schöpfung, den Umgang mit anderen Menschen, Tieren, Pflanzen und der Umwelt zu vermitteln. Nach christlichem Verständnis ist die Liebe Gottes an keine Bedingungen geknüpft. Die Kinder werden angenommen- so wie sie sind- ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer evtl. Behinderungen / Beeinträchtigungen und der Religionszugehörigkeit der Eltern.
Unser Bild vom Kind basiert auf der Überzeugung, dass jedes Kind einzigartig ist. Es reagiert mit großer Offenheit von Anfang an neugierig und wissensdurstig auf seine Umgebung.
Damit die Kinder diese Anlagen entfalten können, brauchen sie vielfältige Anregungen durch ihr Umfeld und die unterstützende Begleitung der Erwachsenen. Sie brauchen PädagogInnen, die ihnen spannende Bildungsangebote machen, die ihnen Wege des Lernens aufzeigen, ohne ihnen die Eigenmotivation zu nehmen.
Kinder wollen in allen ihren Bedürfnissen, d.h. ihren Interessen, Ängsten, Sorgen und Wünschen wahr- und ernst genommen werden. Sie brauchen Erwachsene, die in der Lage sind, tragfähige Bindungen zu ihnen aufzubauen, damit sie in sicherer Umgebung bewusst Erfahrungen machen und ihrer natürlichen Neugierde nachgehen können.
Auf der Grundlage unseres Bildes vom Kind orientieren wir uns in unserer pädagogischen Arbeit am Lebensbezogenen Ansatz nach Norbert Huppertz.
Wir gehen davon aus, dass man den Umgang mit Kindern nicht losgelöst von deren, bzw. unseren eigenen Lebensumfeldern betrachten kann. Unser Ziel bei der Umsetzung unseres Auftrages (Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag) ist es, alle Lebensbereiche der Kinder mit einzubeziehen, sie auf der einen Seite in ihren individuellen Selbst-bildungsprozessen freilassend zu begleiten, ihr jeweiliges Tempo, ihre unterschiedlichen Interessen wahrzunehmen, zu respektieren und zu berücksichtigen. Es ist uns auf der anderen Seite auch wichtig, den Kindern durch Vorgabe von unterschiedlichen Projekten zu ermöglichen, sich in ihrem Umfeld zu orientieren, Werte ihrer Umgebung kennen zu lernen, Regeln zu akzeptieren.
Wir möchten, dass sich die Kinder in einer Atmosphäre bewegen, die durch tolerantes, kritisches, respektvolles weltbürgerliches Denken und Handeln geprägt ist. Dieses gilt auch in Bezug auf die Natur und die Umwelt.
In unserem Kindergarten bieten wir eine Umgebung (zeitlich, räumlich und sozial), in der jedes Kind neben allen Anforderungen Orientierung, Schutz und Geborgenheit erleben kann. Auf der Grundlage tragfähiger Bindungen, sollen sich die Kinder in für sie nachvollziehbaren Grenzen frei äußern und bewegen können.
Um zu gewährleisten, dass tragfähige Bindungen entstehen können, ist es uns wichtig, dass die Kinder verbindliche Bezugspersonen und ihren festen Gruppenraum haben. Sie müssen sich so nicht täglich neu orientieren und können eine feste stabile Beziehung zu ihren ErzieherInnen aufbauen. Sie wissen: hier ist meine Raum, hier habe ich meinen Platz. Dies gibt den Kindern Schutz, Halt und Sicherheit. Dabei sind die Gruppen natürlich nicht fest geschlossen - die Kinder haben nach Absprache mit den Erwachsenen immer die Möglichkeit, Kinder in anderen Gruppenräumen zu besuchen, dort zu spielen oder auch z.B. dort zu frühstücken.
Damit sich Kinder bilden können, brauchen sie eine verlässliche Basis, für deren Bereitstellung Erwachsene verantwortlich sind. Dazu gehören insbesondere sichere Bindungen zu Erwachsenen sowie ein Leben, das nicht von existenzieller Not durch Armut und Gewalt geprägt ist. (Leitlinien zum Bildungsauftrag, S. 8 1.3)
Kinder lernen ganzheitlich. Sie wollen mit ihrer natürlichen Neugierde den Dingen auf den Grund gehen, wollen wissen, wie alles funktioniert. Vieles erschließen sie sich über das Spiel, das ein zentrales Bildungsmoment darstellt.
Kinder machen sich über ihre Sinneserfahrung und ihr Handeln ein Bild von der Welt. Bildung verstehen wir damit vor allem als Selbstbildung. Um Kinder bei diesen Prozessen unterstützen zu können, ist es unerlässlich, dass auch die PädagogInnen Zugang zu ihrer eigenen Freude am Lernen und Entdecken haben. Auch bei ihnen muss die Bereitschaft erkennbar sein, die Welt immer wieder neu zu entdecken, sich immer wieder ein neues Bild von ihr zu machen.
Um dem vorgegebenen Bildungsauftrag gerecht zu werden, orientieren wir uns in unserer täglichen Arbeit an den sechs Bildungsbereichen bzw. Themenfeldern der Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertagestätten des Landes Schleswig-Holstein.
Bei den Bildungsthemen werden immer mehrere Aspekte des ganzheitlichen Lernens mit einbezogen.
Partizipation: bedeutet, dass Kinder in Entscheidungen, die das Leben in der Kita betreffen, mit einbezogen werden.
Genderbewusstsein: Interessen der beiden Geschlechter wahrnehmen und berücksichtigen, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen.
Nachhaltigkeit: Dieses hat immer mit der Zukunft der Kinder zu tun. Wir versuchen, den Kindern einen wertschätzenden Umgang mit der Natur und Umwelt zu vermitteln, indem wir den Müll trennen, den Umgang mit Wasser üben und auf umweltfreundliche Verpackung hinweisen.
Interkulturalität: Die Kinder lernen andere Kulturen kennen und erfahren mehr über deren Hintergründe; z.B. durch Projekte über fremde Länder
Integration: Jedes Kind wird so angenommen wie es ist, keines wird ausgegrenzt und wir achten auf individuelle Förderung. Diese wird durch Einzelintegration, Frühförderung, Logopädie u.ä. praktisch umgesetzt.
Lebensweltorientierung: Wir orientieren uns am Umfeld der Kinder und beziehen es in der alltäglichen Arbeit und in Projekten mit ein.
Basiskompetenzen: Selbst-, Sozial-, Sach- und Methodenkompetenz
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis sich mitzuteilen. Neben Mimik und Gestik geschieht dieses in erster Linie über die Sprache.
Sprache ist ein wichtiger Zugang zur Welt und bietet den Kindern ein zentrales Mittel der Kommunikation mit anderen Menschen. Nur wer Sprache richtig beherrscht, schafft es, sich mit anderen Kindern und Erwachsenen auszutauschen und sich so weiter zu bilden. Ohne Sprache findet kaum ein Informationsaustausch statt. Unsere Kindertagesstätte bietet den Kindern verschiedene Möglichkeiten, sich in diesem Bereich weiterzuentwickeln.
Hier nur einige Beispiele:
Da wäre der Stuhlkreis, in dem die Kinder gemeinsam singen, Gespräche über z.B. religionspädagogische Themen führen, Projekte besprechen und planen. Auch alltägliche Erlebnisse der Kinder finden hier Gehör. Die Kinder lernen Gebete, Reime und kleine Gedichte, sie trainieren ihre Sprache in Finger-, Sing- und Rollenspielen.
Jede Gruppe hat eine Bücherecke, in der vorgelesen und erzählt wird. Auch gibt es z.B. Maltische, wo der sprachliche Austausch über das gemeinsame Tun, das Verständnis für Farben und Formen ganz nebenbei vertieft werden kann. In Zusammenarbeit mit der benachbarten Schule werden angehende Schulkinder bei Bedarf durch gezieltes Training in ihrem sprachlichen Ausdruck gefördert. Kinder, die aus nicht überwiegend deutschsprachigem Elternhaus kommen, lernen in unserer Kita spielerisch deutsch zu sprechen. Wir bieten regelmäßige Sprachbildung durch ausgebildete Fachkräfte an. Alle KollegInnen nehmen regelmäßig an Fortbildungen zum Thema Sprache bzw. Sprachförderung teil und tauschen sich mit Fachpersonal (LogopädInnen, HeilpädagogInnen) aus verschiedenen Institutionen aus.
Mit ihrer Neugierde und ihrem großen Wissendrang erschließen Kinder sich spielerisch die Welt der Mathematik, der Technik und der Naturwissenschaften. Wir unterstützen sie dabei, indem wir ihnen die Möglichkeit bieten, selbst tätig zu werden, zu forschen, auszuprobieren, zu beobachten, zu entdecken. Unser Ziel ist es, den Kindern im Sinne der Nachhaltigkeit die Möglichkeit zu geben, eigene Erkenntnisse zu gewinnen.
Dieses geschieht nicht nur in der Lernwerkstatt, die für die angehenden Schulkinder vorgehalten wird, sondern in der gesamten Einrichtung.
So machen die Kinder beim spielerischen Umgang mit Wasser, Sand, Steinen und Holz wichtige Erfahrungen mit Formen, Größen, Gewichten, Volumen und andere Mengen.
Wir bieten den Kindern verschiedene Baumaterialien an, sodass sie Erfahrungen in Bezug auf Beschaffenheit, Statik und Verwendbarkeit machen können. Sie können physikalische Phänomene wie Kraftaufwand, Hebelwirkung und Gravitation erforschen.
Auch haben Kinder in unserer Kita die Gelegenheit, sich mit der Zusammensetzung von technischen Geräten zu beschäftigen. In der Lernwerkstatt gibt es einen Bereich, in dem sie alle möglichen Geräte auseinander nehmen können, um ihre Neugierde in Bezug auf wie geht das, wie sieht es da drinnen aus zu befriedigen.
Im Wald und in der freien Natur, wo wir uns mit den Kindern oft aufhalten, haben sie die Möglichkeit, sich im Erfassen von Mengen (wie viele Bäume) und in der Einschätzung von Entfernungen (beim Spazieren gehen) zu üben. Auch hier erleben sie bestimmte physikalische Phänomene hautnah (Wippe, Schaukel, Hängebrücke, Strickleiter). Der Wechsel der Jahreszeiten, der Umwelt- und Naturschutz ist hier kein besonderes Thema, sondern Alltag. Alles wird erlebt, gefühlt, im wahrsten Sinne des Worts begriffen.
Um sich in diesem Bereich bilden zu können, brauchen Kinder vielfältige Möglichkeiten, ihren Körper und ihre Sinne zu nutzen und sich in der Nutzung zu üben. Um dem Bewegungsbedürfnis der Kinder gerecht zu werden, richten wir z.B. Schwimmangebote ein. Ein Vormittag pro Woche steht uns die benachbarte Turnhalle für alle Gruppen zur Verfügung. Die Kolleginnen gehen regelmäßig auf das benachbarte Sportgelände. Hier können sich die Kinder u.a. mit Rollern, Rollschuhen, Fahr-, Lauf- und Dreirädern ausprobieren. Sie haben hier die Möglichkeiten, sich durch gezielte Bewegungsangebote an der frischen Luft körperlich auszuleben, sich motorisch zu üben. Auch unter gesundheitlichem bzw. motorischem Aspekt wird von April bis Oktober für alle Kinder ein Waldtag angeboten. (Siehe Wald- und Naturpädagogik)
Wir achten im Gruppenalltag darauf, dass die Kinder ein gesundes und weitgehend zuckerfreies Frühstück zu sich nehmen.
Damit die Kinder sich in diesem sozialen Umfeld (Gruppe) an gesunde Lebensmittel (Gemüse) heranzuwagen, die sie zu Hause kaum anrühren würden, finden regelmäßig Obst- und Gemüse-Tage, Kochtage und ein Gesunde Büfett statt.
Neben musisch-ästhetischer Bildung geht es auch um das bildnerische Gestalten und um vielfältige Ausdrucksformen, die den Kindern zur Verfügung stehen. Durch die Bereitstellung verschiedener Materialien wie z.B. Papier, Schere, Stifte, Holz, Kleister, Wolle u.ä. werden die Experimentierfreudigkeit und Kreativität angeregt. Sie haben so die Möglichkeit, grundlegende Materialerfahrungen zu machen und sich im feinmotorischen Bereich weiter zu entwickeln.
Die Gruppenräume bzw. Gruppensituationen sind so gestaltet, dass es Zeit und Raum gibt für laute und leise Aktivitäten. Die Kinder haben die Möglichkeit sich zurückzuziehen und in Ruhe eine Kassette zu hören oder sich zu bewegen, sich körperlich auszuagieren. Für Rollenspiele steht in jeder Gruppe eine sog. Puppenecke zur Verfügung. Im Flurbereich befindet sich für alle Kinder ein Verkleidungsschrank mit entsprechenden Spiegeln.
Durch die Angebote wie Kreis-, Sing- und Fingerspiele, Tanzen und Musizieren mit Orff-Instrumentarium geben wir den Kindern die Gelegenheit, Freude an Musik und Bewegung zu erleben.
Auch in unseren Gottesdiensten und den ritualisierten Montags-Morgenkreisen für alle Kinder und Erwachsenen werden die Kinder zum Singen und Zuhören animiert und an der inhaltlichen Gestaltung beteiligt. Es ist wichtig, dass die Kinder einen bewussten Umgang mit Medien lernen, so stehen u.a. eine Videokamera, ein Fernsehgerät und mehrere Kassettenrecorder bzw. CD-Player zur Verfügung.
Die Beschäftigung mit religiösen und philosophischen Themen ist fester Bestandteil unseres Alltages (näheres s. Religionspädagogik).
Dass Kinder schon früh Sinnfragen stellen, gehört zu ihnen wie das alltägliche Spielen. Kinder stellen eifrig Fragen wie: Warum ist das so? Wie wachse ich? Wer ist Gott, wo lebt er? Kinder fragen nach dem Grund und dem Sinn des eigenen Lebens, nach Gut und nach Böse, sie stellen philosophische und religiöse Fragen. Die gemeinsame Auseinandersetzung mit diesen Themen gibt nicht nur uns Erwachsen Hinweise auf das, womit sich die Kinder gerade beschäftigen, sondern sie stärkt auch die Kompetenz der Kinder und dieses besonders im sprachlichen Bereich.
Jede/r MitarbeiterIn hat ein fundiertes Grundwissen in Bezug auf christliche Feste und religionspädagogische Fragestellungen. Sie wissen darum, dass sich Religiosität und Spiritualität unterschiedlich ausdrücken können, sie sind sich eventueller unterschiedlicher religiöser Herkunft der Kinder bewusst.
Die Kinder lernen sich gegebenenfalls mit dem christlichen Glauben zu identifizieren und gleichzeitig auch andere Glaubensrichtungen zu achten und zu respektieren. So befinden wir Erwachsen uns gemeinsam mit den Kindern permanent in der Auseinandersetzung mit Themen wie Verantwortung und Gerechtigkeit, Normen und Werte, Toleranz, Respekt, Nächstenliebe, Gott, der Achtung der Würde des Menschen sowie u.a. der Suche nach friedlichen Lösungen von Konflikten.
Kinder leben mitten in der Welt und damit mitten in der Kultur, der Gesellschaft und Politik. Das erfahren Kinder von Geburt an direkt oder indirekt. Dieser Bildungsbereich soll Kindern die Möglichkeit eröffnen, sich als aktive Teilhabende und Gestaltende in der Gesellschaft zu erleben. (Leitlinien zum Bildungsauftrag, S.21 2.3.4.)
Hier geht es besonders darum, den Kindern zu ermöglichen, unterschiedliche Lebensformen kennen zu lernen und sich mit ihnen respektvoll auseinander zu setzen. Sie lernen verschiedene kulturelle Lebensformen kennen und gehen mit uns Erwachsenen gemeinsam auf die Suche nach Unterschieden und ähnlichkeiten zu ihrem eigenen Lebensumfeld. Sie erlernen so einen toleranten Umgang mit Andersartigkeit, verlieren die Furcht vor Fremdem, erleben aus anderen Kulturen stammende Mitmenschen nicht als bedrohlich.
Auch geht es hier darum den Kindern nahe zu bringen, dass es sich lohnt, die eigenen Interessen selbst in die Hand zu nehmen, sich für andere einzusetzen, mitzubestimmen. Sie lernen früh in einem geschützten Rahmen, im Bereich ihrer Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen. siehe Partizipation
Jedes Kind hat das Recht, in jeder Beziehung ernst genommen zu werden. Partizipation bedeutet, dass Kinder an Entscheidungen, die das Leben in der Kita betreffen, mit beteiligt werden. Sie werden an Lösungsversuchen, die z.B. Probleme in der Gemeinschaft betreffen, beteiligt. Hierfür brauchen sie die Unterstützung von Erwachsensen, den Zugang zu Informationen und Methoden. Es ist die Aufgabe der PädagogInnen herauszufinden, wann Kinder mitbestimmen können oder in welchen Bereichen sie sich überfordert zeigen. Kinder werden die Welt von morgen gestalten. Die PädagogInnen sollten ihnen die besten Startmöglichkeiten schaffen. Wenn Kinder aktive, engagierte und politisch denkende Erwachsene werden sollen, obliegt es auch den ErzieherInnen in der Kindertageseinrichtung, die Grundlage für eine wirklich umsetzbare Partizipation zu schaffen.
Das bedeutet beispielsweise: die Kinder entscheiden, ob sie morgens rausgehen, um draußen zu spielen oder lieber malen oder bauen etc. Auch bestimmen sie mit, wie ihre Gruppe eingerichtet wird und welches Spielmaterial vorgehalten werden soll. Neben den von den ErzieherInnen vorgegebenen Projekten und Aktivitäten entscheiden die Kinder, wann sie was basteln oder andere Aktivitäten unternehmen möchten. Auch bei der Planung und Durchführung von z.B. Ausflügen oder Spaziergängen haben die Kinder ein selbstverständliches Mitbestimmungsrecht.
Das wichtigste Gremium, um den partizipatorischen Ansatz mit Leben zu füllen, ist der so genannte Stuhlkreis, der jeden Morgen durchgeführt wird. Hier wird ein demokratischer, respektvoller Umgang geübt, hier lernen die Kinder wichtige Kommunikationsregeln (melden, zuhören, ausreden lassen usw.).
Die Menschen werden als Mädchen oder Jungen geboren. Mädchen und Jungen unterscheiden sich von klein an in ihrem Sozialverhalten. Sie eifern unterschiedlichen Geschlechtsmustern nach, sie haben in der Regel unterschiedliche Interessengebiete. Was sich dann als typisch mädchen- oder jungenhaft zeigt, ist ein Ergebnis der entsprechenden Sozialisation und wird in der ständigen Interaktion und Kommunikation mit anderen Kindern, besonders aber mit Erwachsenen verstärkt.
Vor diesem Hintergrund, der Bewusstmachung dieser Vorgänge, begleiten wir die Kinder, machen ihnen entsprechende Angebote, um ihnen alle Bildungsfelder zu eröffnen.
So können die Kinder mit den Kleidungsstücken aus unserer Verkleidungskiste in wechselnde Geschlechterrollen schlüpfen, unsere Spielmaterialien können geschlechtsunabhängig genutzt werden, unsere Angebote sind in der Regel geschlechtsunabhängig, alle hauswirtschaftlichen Tätigkeiten werden von Jungen und Mädchen ausgeführt (wir Erwachsenen gehen dabei natürlich mit gutem Beispiel voran). Bei der Anschaffung von Büchern achten wir auf den Genderaspekt.
Die Vereinten Nationen richteten 1992 in Rio de Janeiro eine Konferenz aus, in deren Verlauf die Agenda 21 erarbeitet wurde. Die Agenda 21 beinhaltet Ziele und Maßnahmen für die nachhaltige Gestaltung und Sicherung der Lebensgrundlage der gegenwärtigen und zukünftigen Generationen und gilt für alle Bereiche des täglichen Lebens. Das Erreichen der Ziele der Agenda 21 setzt voraus, dass alle Menschen an ihrer Umsetzung mitarbeiten und bereit sind, ihren eigenen Lebensstil im Sinne der Nachhaltigkeit zu überdenken und anzupassen.
Diesen Ansatz versuchen wir den Kindern in unserem Kita-Alltag zu vermitteln. Wir nehmen unsere Erde als ein Geschenk, das es zu bewahren gilt, und vermitteln dieses z.B. durch die Schöpfungsgeschichte. Wir leben den Kindern einen wertschätzenden Umgang mit der Natur vor, indem wir z.B. in unserer Einrichtung grundsätzlich versuchen, Müll zu vermeiden und zu trennen. Wir gehen achtsam mit Lebensmitteln und Materialien um. Durch säen, ernten, zubereiten und essen vermitteln wir den Kindern ein ganzheitliches Erlebnis von den immer wiederkehrenden jahreszeitlichen Abläufen. Beim Spazierengehen in der freien Natur, beim Sammeln von Naturmaterialien und beim Philosophieren über Dinge, die die Kinder mit allen Sinnen wahrnehmen, bieten wir eine begreifbare Möglichkeit, die Achtung und Wertschätzung gegenüber unserer Umwelt zu verinnerlichen, - zu verstehen, was Nachhaltigkeit bedeutet.
Als Orientierungshilfe im Kindergartenalltag bestehen feste Regeln, die den Kindern einen handlungsfähigen Rahmen bieten. Die Regeln werden zum Teil mit den Kindern gemeinsam festgelegt, sehr oft aber auch von uns erarbeitet und den Kindern vorgegeben.
Einige Regeln sind:
Die Grundlage unseres Handelns ist das christliche Menschenbild.
Nach christlichem Verständnis ist die Liebe Gottes an keine Bedingungen geknüpft. Wir nehmen die Kinder an - so wie sie sind - ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer evtl. Behinderungen / Beeinträchtigungen und der Religionszugehörigkeit der Eltern.
Es ist eines unserer Ziele, den Kindern ein Gefühl für die Schöpfung zu vermitteln und ihnen die Möglichkeit zu geben, mehr über das Christ sein zu erfahren. Wir sehen uns als Wegbegleiter der Kinder und möchten sie sensibel machen für Situationen, in denen Wertschätzung, Achtung und Nächstenliebe wichtig sind.
Einmal in der Woche findet ein religionspädagogischer Morgenkreis statt, in dem es bestimmte Rituale gibt: das Anschlagen der Klangschale, anschließend ein Gebet, ein Lied und eine biblische Geschichte, die erzählt wird. Wir führen einmal im Monat zu aktuellen Themen einen Gottesdienst mit der Pastorin/ dem Pastor durch. Die Kinder gestalten dann ihren eigenen Altar, auf einem Holzkreuz, mit mitgebrachten Dingen.
Selbstverständlich ist für uns die Orientierung am Kirchenjahr. So werden alle kirchlichen Feste (Ostern, Erntedank mit der Erntedank-Suppe, St.-Martin mit dem Laternenumzug und Weihnachten mit dem Adventsgottesdienst) in den Gruppen besprochen, vorbereitet und entsprechend gefeiert.
Unsere angehenden Schulkinder werden in einem Einschulungsgottesdienst von uns verabschiedet.
Unsere Lernwerkstatt ist ein Funktionsraum mit offenem Angebot - ein Raum, der in Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterteilt ist. Es gibt beispielsweise einen Tisch für naturwissenschaftliche Themen, einen für Mathematik, einen für Schriftsprache und eine Technik-Ecke mit einer Auseinandernehmwerkstatt. Natürlich gibt es auch eine Teppich-Ecke, in der sich die Kinder in aller Ruhe Bücher anschauen oder auch Musikkassetten (Kopfhörer) anhören können. Weiter gibt es einen Tisch zum Malen, Basteln und Modellieren. Jeder Bereich ist mit mehreren Einzel-Arbeitsplätzen ausgestattet. Ein/e KollegIn ist jeweils als Fachfrau/-mann für die Betreuung der Lernwerkstatt zuständig.
In der Lernwerkstatt lassen sich alle durch die Bildungsleitlinien vorgegebenen Entwicklungsfelder wieder finden.
Die Kinder finden hier eine vorbereitete Umgebung vor. Die Materialien sind so strukturiert, dass sie die Kinder aller Entwicklungsstufen ansprechen. Sie bauen z.B. von leicht bis schwer aufeinander auf. Die Kinder entscheiden weitestgehend selbstständig, womit sie sich an dem jeweiligen Tag beschäftigen möchten. Nachdem der/die PädagogIn die Kinder in einem Startgespräch über die unterschiedlichen Angebote informiert hat, ist seine/ihre Haltung durch den Grundsatz geprägt: so wenig Hilfe wie möglich, aber so viel wie nötig.
Der/die Erwachsene hat in der Lernwerkstatt die Rolle, mit den Kindern gemeinsam auf die Suche nach Lösungen zu gehen.
Wir sind mit einem Teil der Kinder regelmäßig bei fast jedem Wetter im Wald.
Hier haben die Kinder die Möglichkeit, die Natur mit allen Sinnen zu entdecken, ihre Schönheit, ihre Geheimnisse intensiv zu erleben, sich in den unterschiedlichen Bildungsbereichen zu trainieren, ihre Kompetenzen weiter auszubauen:
Gerade weil der Wald einen großen Freiraum bietet, somit auch ungewohnte Gefahren beherbergt, ist es für die Kinder hier besonders wichtig, sich an klar vorgegebene Verhaltensregeln zu gewöhnen. Diese Regeln werden mit allen Kindern gemeinsam erarbeitet bzw. besprochen.
Die jüngeren Kinder müssen immer wieder von den älteren ermutigt werden, sich etwas zuzutrauen, bei längeren Spaziergängen durchzuhalten. Die älteren übernehmen für die jüngeren Kinder Verantwortung, z.B. beim Klettern und auf rutschigem Gelände. Die älteren lernen Rücksicht zu nehmen, oft auch mit den jüngeren, unerfahrenen geduldig zu sein.
Im Wald entstehen durch die Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen, weniger Konflikte.
Die Kinder sind hier aber auch gezwungen, sich Auseinandersetzungen zu stellen, da sie nicht in andere Gruppen ausweichen können.
Im Wald sind die Kinder ständig in Bewegung. Sie sind permanent in ihrer motorischen Entwicklung gefordert. Es geht den ganzen Vormittag darum, auf die oft wechselnden Umstände in Bezug auf das Wetter oder die Umgebung zu reagieren. Die Kinder kriechen, krabbeln, rennen, hüpfen, schleichen oder klettern ...
In der freien Natur gehört das Erfassen und Benennen von Mengen (wie viele Bäume), die Einschätzung von Entfernungen (beim spazieren gehen) zum Alltag der Kinder. Sie lernen sich in einem größeren Umfeld zu orientieren. Sie erleben hautnah, wie bestimmte physikalische Phänomene funktionieren (Wippe, Schaukel, Hängebrücke usw.). Der Wechsel der Jahreszeiten, der Umwelt- und Naturschutz sind hier kein besonderes Thema, sondern Alltag. Alles wird erlebt, erfühlt, im wahrsten Sinne des Wortes begriffen.
Die Natur ist voller Wunder und nicht alle Phänomene lassen sich naturwissenschaftlich erklären. Hier im Wald und in der Natur stehen Fragen wie: Was ist das? Wie geht das? Wer hat das gemacht? permanent im Raum. Die Kinder erleben die Schöpfung hier unmittelbar. Durch religionspädagogische Rituale und Gespräche wird gemeinsam nach Antworten gesucht. Die Kinder werden an Gefühle wie z.B.: Dankbarkeit, Liebe zur Natur, den Menschen, den Tieren und Pflanzen, heran geführt. Aber auch die Vergänglichkeit ist hier allgegenwärtig. So werden Themen wie Abschied, Trauer und Tod wie selbstverständlich im natürlichen Zusammenhang mit den Kindern bearbeitet.
Durch regelmäßige Beobachtung von Situationen ist es möglich, die Stärken der Kinder zu entdecken und zu fördern, und auch rechtzeitig Defizite zu erkennen und entsprechende Hilfestellungen zu initiieren. Die Beobachtungsbögen dienen weiter als Grundlage für Elterngespräche. Unsere Beobachtungsbögen sind von uns selbst entwickelt worden und werden nach regelmäßiger Evaluation noch ergänzt bzw. verändert und weiterentwickelt.
Alle Kinder führen mit unserer Unterstützung vom Kindergartenbeginn bis zum Schuleintritt einen Ordner, den sie von außen wie von innen selber gestalten. Es gibt verschiedene Register, in denen sie selbst gemalte Bilder, Projektangebote, Bastelbilder, Fotos usw. einheften oder einkleben können.
Jedes Kind entscheidet selbst, was es abheften möchte. Dies ist eine Methode, den Kindern das eigene Tun und Lernen bewusst zu machen und ihr Selbstvertrauen zu stärken.
Dieser Ordner dient uns dazu, die Entwicklung der Kinder zu verfolgen, z.B. was gelernt wurde im Bereich Feinmotorik (malen) und auch zu dokumentieren, was an Bildungsangeboten stattgefunden hat. Diese Ordner begleiten die Kinder in die Schule. Wenn sie es möchten, können sie den Lehrer/innen zeigen, was sie im Kindergarten schon gelernt haben.
Wir führen Gruppentagebücher, protokollieren regelmäßig unsere Teamsitzungen und einmal jährlich findet eine Eltern- bzw. Kinderbefragung statt.
Außerdem werden bei Festen, Gottesdiensten und anderen Aktivitäten (übernachtung, Ausflüge) Fotos und/oder kleine Filme gemacht.
Jedes Kind ist Teil eines Familiensystems. Darum ist die Zusammenarbeit mit den Eltern bzw. den Personensorgeberechtigten ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Diese Zusammenarbeit dient dazu, die Lebenssituation der Kinder zu erfassen und gemeinsam ihre Fähigkeiten zu entdecken und entsprechend zu fördern. Die Eltern bekommen fortlaufend Informationen, um die pädagogischen Inhalte des Kindergartenalltages nachzuvollziehen und auch Einfluss nehmen zu können.
Der alltägliche Kontakt zwischen den Eltern und uns findet häufig zwischen Tür und Angel statt. Noch lieber bieten wir den Eltern Gesprächstermine an, um in aller Ruhe miteinander reden zu können und eine ungestörte Arbeit in den Gruppen zu gewährleisten.
In den ersten Wochen eines neuen Kindergartenjahres werden auf den Elternabenden in jeder Gruppe zwei ElternvertreterInnen gewählt. Gemeinsam bilden diese gewählten Eltern dann den Elternbeirat. Die Mitarbeit im Elternbeirat ist als Chance zu verstehen, Einfluss auf die inhaltliche Arbeit innerhalb des Kindergartens zu nehmen. So können die ElternvertreterInnen bei Bedarf auch an Teambesprechungen teilnehmen, um hier Informationen auszutauschen, Ideen einzubringen und uns evtl. auch Rückmeldung zu geben.
Wir streben an, dass viele Aktivitäten gemeinsam von den Eltern und uns organisiert und durchgeführt werden. Hierbei kann es z.B. um Gottesdienste, Ausflüge, Feste usw. gehen. Auch sind Projekte wie das Reiten und Schwimmen nicht ohne Unterstützung der Eltern möglich.
Wir wünschen uns eine angenehme, offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der alle Beteiligten achtsam, wertschätzend und respektvoll aufeinander zugehen.
Die Mitwirkung der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten ist im § 17 des Kindertagesstättengesetzes (KiTaG) geregelt.
Der Elternbeirat wählt aus seinen Reihen drei VertreterInnen für den Kindergartenbeirat. Dieser setzt sich zu gleichen Teilen aus jeweils drei VertreterInnen des Elternbeirates, der Trägerin, der Gemeinde und des pädagogischen Personals zusammen.
Wie im Kindertagesstättengesetz § 18 festgelegt, wirkt der Kindergartenbeirat an wesentlichen inhaltlichen und organisatorischen Entscheidungen des Kindergartens mit, dies insbesondere bei
Schule und Kindertagesstätten haben unterschiedliche Bildungsaufträge, umso wichtiger ist die Kooperation zwischen diesen beiden Institutionen. Wir setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die eine tragfähige Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit bilden. So wurde ein Gremium geschaffen, in dem wir uns in regelmäßigen Abständen mit den KollegInnen anderer Kindertagesstätten und der Regionalschule treffen, um z.B. Folgendes abzusprechen bzw. als Ziel zu formulieren und in der Zusammenarbeit umzusetzen:
Wir streben an, mit der Grund- und Regionalschule einen entsprechenden Kooperationsvertrag abzuschließen.
Um ein hohes Maß an pädagogischer Qualität zu sichern, arbeiten wir mit anderen Institutionen und Einrichtungen zusammen. Wir informieren die Eltern über weitergehende Beratungs- und Therapieangebote.
Das letzte Jahr vor der Einschulung ist für die Kinder meist eine Zeit der Vorfreude.
Die Aufnahme der Kinder in der Kindertagesstätte ist für die ganze Familie in der Regel ein tief greifendes Erlebnis. Oft ist es das erste Mal, dass Kinder für einen längeren Zeitraum von den Eltern getrennt sind. Dies kann manchmal für beide Seiten ein schwerer Schritt sein.
Für unsere Zusammenarbeit setzten wir bei allen KollegInnen die Bereitschaft zu gegenseitiger Beratung, Hilfestellung und Reflexion voraus. Das Miteinander in unserem Team ist geprägt durch Wertschätzung und gegenseitige Akzeptanz. Alle sollen sich mit ihrer Persönlichkeit, ihren Fähigkeiten und ihrer Professionalität einbringen dürfen. Um einen regelmäßigen, effektiven Austausch zu gewährleisten, finden einmal pro Woche Teamsitzungen mit den GruppenleiterInnen statt. Das Gesamtteam (alle pädagogischen MitarbeiterInnen) trifft sich im monatlichen Abstand. Die Gruppenteams setzen sich einmal pro Woche zusammen, um ihre pädagogische Arbeit inhaltlich und praktisch vor- und nachzubereiten. Um ein hohes Maß an Qualität zu gewährleisten, hat jeder/jede Pädagogin nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht an Fortbildungen teilzunehmen. Der Leiter nimmt zusätzlich an externen Fachberatungen teil.
Falls sich im pädagogischen Alltag unserer Kita Anhaltspunkte zeigen, die auf eine Kindeswohlgefährdung hinweisen, können wir auf eine klar geregelte und zu dokumentierende Vorgehensweise zurückgreifen. In diesem Standard ist genau festgelegt, wann, wie, mit welcher eventuellen Unterstützung von außen (insofern erfahrene Fachkraft) vorzugehen ist. So können wir gewährleisten, dass von der Seite der Kita alles getan wird, um dem jeweiligen Kind bzw. der Familie gegebenenfalls Unterstützung zukommen zu lassen.
| Kontaktadresse: | Ev. Kindergarten Bunte Arche Am Sportplatz 2 24808 Jevenstedt Tel.: 04337-593 Fax: 04337-919795 E-Mail: Bunte-Arche@t-online.de |
| Leitung: | Astrid Freudenhammer |
| Trägerin: | Evangelische Kirchengemeinde Jevenstedt Dorfstraße 27 24808 Jevenstedt Tel.: 04337 / 513 (Kirchenbüro) |
An der inhaltlichen Erarbeitung der Konzeption haben mitgewirkt:
alle pädagogischen MitarbeiterInnen, Eltern, VertreterInnen des Kirchenvorstandes
Gestaltung des Webauftrittes: Sönke Steffen
Stand: Oktober 2011